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Parchim

Parchim

Ludwigslust-Parchim

Die Stadt Parchim zählte bereits während der Zeit nach der jüdischen Erstbesiedlung zweifelsohne zu den wichtigsten Orten für die Juden in Mecklenburg und kann damit auf eine Jahrhunderte alte jüdische Regionalgeschichte in dieser Phase zurückblicken. Schon im Jahr 1267 sollen Juden in Parchim erstmalig erwähnt worden sein. Einzelheiten zur jüdischen Geschichte aus dieser Zeit sind vor allem dem in Rostock tätigen Orientalisten Oluf Gerhard Tychsen, der seine Erkenntnisse in den Bützowischen Nebenstunden veröffentlichte, und dem Werk „Geschichte der Juden in Mecklenburg von den ältesten Zeiten (1266) bis auf die Gegenwart (1874)” des späteren Güstrower Rabbiner Dr. Leopold Donath zu verdanken, wobei sich Donath dabei vor allem auf die Vorarbeiten Tychsens bezog und dabei keine Gelegenheit ausließ ihm zu widersprechen. Tychsen sah Parchim gar als ersten Ort in Mecklenburg an, in dem sich Juden ansiedelten. Dem stellte sich Donath allerdings mit deutlich Worten entgegen, da er darin eine nicht von der Hand zu weisende Verklärung der wirklichen Bedeutung Parchims sah. Zumindest das angedichtete Privileg Parchims, die erste Stadt Mecklenburgs mit jüdischen Einwohnern gewesen zu sein, kann nach heutigem Kenntnisstand wohl in der Tat widerlegt werden.

Handfeste Beweise für die Anweisenheit jüdischer Einwohner in Parchim in dieser früher Zeit liefern 36 uralte jüdische Grabsteine vom ersten jüdischen Friedhof, deren Wert für die jüdische Geschichtsforschung in Mecklenburg fast einmalig ist. Dass diese die Wirren der Zeit überstanden, war nur dem Umstand zu verdanken, dass diese vom damaligen, vor dem Kreuztor auf einer Anhöhe zwischen Wall und den Plümperwiesen gelegenen jüdischen Friedhof (umgangssprachlich „Judenkaiser“, eigentlich jedoch „Judenkaifer“) entnommen und zwischen 1435 und 1482 bei einem nördlichen Anbau an der St. Marienkirche und des äußeren Kreuztores zweckentfremdet worden waren. Tychsen war zu seiner Zeit noch in der Lage, die Hebräischen Inschriften von sieben der in der Kirche und zwölf der im Kreuztor verbauten Grabsteine zu entziffern. Der älteste Grabstein davon stammte, nach Korrektur der angenommenen Daten von Tychsen durch Donath, aus dem Jahr 1304, der jüngste von 1346. Es dürfte damit nahezu sicher sein, dass schon seit dem 13. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde in Parchim bestanden hatte.

Nach Donath belegt ein Gedenkstein von 1334 darüber hinaus, dass in diesem Jahr ein Rabbiner Jizchak als Sohn des Rabbiners Petachia verstorben war, was damit ein Beleg für eine schon damals existierende Synagoge in Parchim sein dürfte. Eine Urkunde von 1356 soll zusätzlich einen Tempel in der Mitte der Judenstadt (villa Judearoum) belegen. Die dortige Gasse trug deshalb auch den Namen Tempelstraße. Dieses Viertel in der Stadt, das „[...] ein großes, freistehendes, mit alten massiven Gebäuden bebautes Viereck, eine starke Hofanlage in der Stadt mit vielen Grundstücken, welche die Seite einer ganzen Gasse einnahmen“ darstellte, darf man daher wohl getrost als Judenghetto betrachten. Es wurde aber nur bis 1350 bewohnt. Grund dafür war der Einzug der Pest in Mecklenburg im Jahr 1349, für das auch hier die Juden als angebliche Brunnenvergifter verantwortlich gemacht wurden. Die dadurch ausgelösten landesweiten Pogrome dürften damit auch der hiesigen Judengemeinschaft den Garaus gemacht haben. Wie das Parchimer Stadtpfandbuch belegt, verpfändete jemand im Jahr 1355 ein Grundstück im früheren Judenviertel, das er zuvor von der Stadt angekauft hatte.

Einem weiteren Eintrag im Parchimer Stadtpfandbuch von 1364 zufolge muss die Stadt Parchim nur etwas mehr als ein Jahrzehnt später wieder jüdische Einwohner in ihren Mauern zugelassen haben. Die den Juden zugewiesenen Grundstücke und Wohnungen lagen allerdings danach an einem neuen, heute nicht mehr überlieferten Ort in der Stadt. Für das Wohnrecht hatte dann jeder von ihnen zwei Mal jährlich 15 Lüb’sche Mark zu zahlen. Zahlreiche weitere Einträge in den Stadtbüchern belegen in den nachfolgenden Jahren die Anweisenheit von Juden. So spricht ein Eintrag im Stadtbuch von 1419 von einem „Judengalgen“, dessen Sinn allerdings unklar ist. Der letzter Eintrag zu Juden im Stadtpfandbuch stammt aus dem Jahr 1457. Sehr wahrscheinlich blieben sie aber bis 1492 in Parchim ansässig, bis zu dem Jahr, als alle Mecklenburger Juden in der Folge des Sternberger Hostienfrevelprozesses aus dem Lande vertrieben wurden. Der letzte Hinweis auf in Parchim ansässige Juden während der ersten Phase der jüdischen Besiedlung Mecklenburgs liefert daher die Legende der angeblichen Hostienschändung zu Sternberg, bei der Parchimer Juden als Tatbeteiligte zugegen gewesen sein sollen.

Die Neuansiedlung der Juden nach der Vertreibung erfolgte in Parchim etwa zur gleichen Zeit wie in den meisten Mecklenburger Landstädten. Die ersten belegbaren Schutzjuden ergeben sich aus einer Schutzjudenliste für Mecklenburg, die die Jahre 1749 bis 1760 abdeckt. Danach bekamen am 16. August 1756 zwei Schutzjuden ein Privileg für Parchim: die Brüder Samuel Wulff und Aaron Wulff. Diese müssen danach bis 1760 die einzigen offiziellen Schutzjuden in Parchim geblieben sein. Sie dürften allerdings kaum die einzigen Juden in Parchim in dieser Zeit gewesen sein, denn spätestens 1763 waren es dann insgesamt acht Schutzjuden. Dies geht aus einem Antrag der kleinen jüdischen Gemeinschaft an den Herzog hervor, worin sie um ein Grundstück baten, auf dem sie einen Begräbnisplatz anlegen wollten. Ihnen wurde daraufhin ein Grundstück am heutigen Voigstdorfer Weg in der Nähe des Wockersees zugestanden, auf dem sie dann ihren jüdischen Friedhof einrichteten. Eine weitere Schutzjudenliste von 1767 belegt in diesem Jahr erneut die Anwesenheit von acht Schutzjuden, darunter die bereits bekannten Brüder Samuel und Aaron, die sich fortan Schmuel oder Samuel Katz und Aaron Katz nannten und ursprünglich wohl aus Zossen gekommen waren, darüber hinaus ein Jousep (Joseph), der aus Schwerin stammte, ein Zadock oder Salomon David aus Zedenick, der Pergamentmacher Chajim oder Heuman aus Lissa, ein Monesch oder Magnus Knecht, ein Rabbinerabkömmling namens Aaron Berliner ebenfalls aus Großpolen, der einer der Wenigen war, die in Mecklenburg bereits einen erblichen Familiennamen hatten und David Hirsch aus Luckenwalde, welcher spätestens um 1803 Vorsteher der jüdischen Gemeinde von Parchim war.

Die kleine jüdische Gemeinschaft muss in den Folgejahren weiter gewachsen sein, denn 1813 waren in Parchim 14 Judenfamilien mit weit über 70 Personen ansässig. Im gleichen Jahr erfolgte auch hier die vom Emanzipationsedikt vom 22. Februar 1813 geforderte Annahme erblicher Familiennamen bei den Juden. Die Namensliste, die nach Schwerin gemeldet wurde, enthielt insgesamt zehn unterschiedliche Familiennamen: Epstein, Friedländer, Furth (ab 1816 Fürth), Jaffe, Kayser, Lilienthal, Margenien (Margonin), Rosenthal, Weil und Wolf. Eine spätere Schutzjudenliste aus dem Jahr 1825 führt insgesamt 22 Schutzjuden auf, darunter die sowohl bisher bekannten als auch neue Familiennamen vermutlich später Zugezogener: Cohn, Epstein, Freudenthal, Fürth, Gumpert, Jaffe, Josephy, Kayser, Kaufmann (ehemals Margonin), Langstein, Lilienthal, Rosenthal Weil und Wolff.

1823 erbaute sich die Parchimer Gemeinde eine eigene Synagoge in der Rosenstraße 43. Zuvor hatten sie für ihre Gottesdienste vermutlich Beträume genutzt. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erhielten alle Israelitischen Gemeinden von Mecklenburg eine landesherrlich verordnete Gemeindeordnung, sehr wahrscheinlich auch Parchim. Wann genau dies hier der Fall war, ist derzeit allerdings unbekannt.

Die jüdische Bevölkerungsentwicklung in Parchim entsprach in den Grundzügen der allgemeinen Entwicklung der jüdischen Einwohnerzahlen der Mecklenburger Orte. Waren 1813 76 Juden ansässig, erreichte die jüdische Einwohnerzahl in Parchim ihren vorläufigen Höhepunkt um 1829 mit über 100 Personen. Diese Zahl blieb bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts gleich. Danach begann auch hier die Abwanderung und Emigration unter den jüdischen Einwohnern und setzte sich moderat bis etwa 1870 fort, als hier immerhin noch 89 Juden lebten. Damit war der Abwärtstrend hier bei Weitem nicht so deutlich, wie in vielen anderen Mecklenburger Landstädten. Im letzten Quartal des 19. Jahrhunderts sah Parchim entgegen dem breiten Trend sogar eine erneute Zunahme der jüdischen Einwohner, die abermals eine Zahl von über 100 Personen erreichte. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 hatte sie sich dann allerdings halbiert. Im gleichen Jahr bestand der Vorstand der jüdischen Gemeinde aus Gustav Elkan und Wilhelm Langstein. Erster war nachweislich mindestens seit 1930 in diesem Amt, vermutlich jedoch schon früher.

Die Stadt Parchim war bereits vor der Machtergreifung eine nationalsozialistische Hochburg. Mit der Machtergreifung begannen daher hier die üblichen Repressalien gegen jüdische Einwohner. So standen auch hier zum sogenannten „Judenboykott“ am 1. April 1933 SA-Leute vor jüdischen Geschäften, aber nach derzeitigem Kenntnisstand scheint es an diesem Tag zumindest zu keinen nennenswerten weiteren Ausschreitungen gegen Juden gekommen zu sein. Dies änderte sich spätestens im Juli 1935, als es aufgrund konstruierter Vorwürfe zu antisemitischen Ausschreitungen kam, bei denen Kaufmann Ascher, der Inhaber des bekannten und gleichnamigen Kaufhauses in Parchim, mit einem Nachttopf auf dem Kopf begleitet durch seine Familie durch die Stadt geführt wurde. Sein Kaufhaus als auch andere jüdische Geschäfte wurden danach zeitweise durch die Polizei geschlossen und Ascher zum Verkauf des Kaufhauses gezwungen. Bei anderen jüdischen Geschäftsinhabern wurde in den Folgejahren ebenso verfahren. Zur ersten belegten Schändung des jüdischen Friedhofs von Parchim kam es im Juli 1936. Als der letzte Religionslehrer der Parchimer Gemeinde, Abraham Steinkritzer, im Dezember 1937 verstorben war, durfte seine Ehefrau anstatt eines herkömmlichen Grabsteins nur eine kleine Grabplatte anbringen. Zur „Reichskristallnacht“ kam es zu erheblichen Ausschreitungen gegen alles Jüdische in Parchim: In der Nacht des 9. November 1938 wurde die Synagoge zerstört, der jüdische Friedhof verwüstet. Am darauf folgenden Tag wurden aus der Kanzlei des Rechtsanwalts Wolff sämtliche Akten und Möbel auf die Straße geworfen und anschließend auf dem heutigen Moltkeplatz verbrannt, Kaufmann Rosenberg, der eine Wein- und Zigarrenhandlung betrieb, wurden die Weinflaschen zertrümmert, man ließ seine Weinfässer auslaufen und zahllose Fensterscheiben jüdischer Geschäfte eingeworfen. Zunächst wurden fast alle Juden verhaftet, kurze Zeit später die Meisten wieder freigelassen. Ausnahme dabei waren fünf männliche Juden, die für einige Zeit in „Schutzhaft“ genommen und in das Gefängnis nach Neustrelitz gebracht wurden.

1939 wurde die Villa des Rudolf Gumpert in der Buchholzallee 7 zu einem sogenannten Judenhaus umgewandelt und alle in der Stadt verbliebenen Juden darin eingepfercht. Viele flohen nun in die Anonymität der Großstädte, so verkaufte Kaufmann Gumpert sein seit 1839 bestehendes Geschäft und ging nach Hamburg. Nach der Wannseekonferenz begannen dann die Deportationen der Juden. In Parchim wurde am 10. Juli 1942 Meta Rosenberg nach Auschwitz deportiert. Ihr folgten am 11. November 1942 die letzten fünf Parchimer Juden, Alfred und Ella Bernhard, Isaak Feilchenfeld, Sara Sawitz und Margarete Gumpert, die zunächst nach Berlin und von dort entweder nach Theresienstadt oder Auschwitz deportiert wurden. Danach war Parchim gemäß des nationalsozialistischen Sprachgebrauchs „judenfrei“. Nicht wenige der Parchimer Juden begingen später Selbstmord oder wurden Opfer des Holocaust in den Konzentrationslagern. Die uralte jüdische Geschichte Parchims fand so ihr gewaltsames und endgültiges Ende.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Vergangene stärker in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Um die Bewahrung der jüdischen Regionalgeschichte haben sich vor allem Doreen Frank und Wolfgang Kaelcke, Leiter des Parchimer Museums, verdient gemacht, die bei ihren Veröffentlichungen durch den Parchimer Heimatbund unterstützt wurden. Heute wird mit einer Ausstellung im Stadtmuseum Parchim der ehemaligen jüdischen Bewohner gedacht. Das Museum bietet weiterhin einen Rundgang zu Stätten jüdischen Lebens mit 20 Stationen an.

Synagogen

Friedhöfe

Stolpersteine (14)

Blutstraße 8

  • Wolff, Gottfried
  • Wolff, Lydia (geb. Lychenheim)

Fichtestraße

  • Rosenberg, Meta (geb. Bernhard)

Lindenstraße 33

  • Ascher, Kurt
  • Ascher, Emil
  • Ascher, Gertrud (geb. Rosenbaum)
  • Ascher, Rolf

Lindenstraße 38

  • Gumpert, Leo
  • Gumpert, Ernst Otto
  • Gumpert, Frieda

Lindenstraße 52

  • Feilchenfeld, Isaac
  • Feilchenfeld, Fritz
  • Feilchenfeld, Emmy (geb. Weil)

Putlitzer Straße 43

  • Josephi, Gustav

Persönlichkeiten

Bekannte Holocaust-Opfer (37)

Jüdische Familiennamen

Aaron · Abraham · Adler · Ascher · Bach · Bauer · Baumgarten · Bellachins · Bentheim · Bernhard · Blumenthal · Bonheim · Braun · Burchard · Burgheim · Cohn · Ehlrich · Ehrlich · Elias · Elkan · Emanuel · Epstein · Feilchenfeld · Field · Fraenckel · Fraenkel · Frank · Fränkel · Freudenthal · Friedländer · Friedmann · Furth/Fürth · Galley · Gimpel · Glaser · Goldmann · Grünfeld · Gumpel · Gumpert · Gutkind · Halberstadt · Hannover · Hess · Hesse · Hirsch · Hirschfeld · Israel · Jacobson · Jaffe · Joel · Joseph · Josephi/Josephy · Kauffmann · Kayser · Kelting · Kohn · Kwaskowski · Langstein · Lazarus · Lesser · Lettow · Levetzow · Levin · Levy · Lichtenstein · Lilienthal · Lissner · Löser · Louis · Löwenstein · Löwenthal · Löwisohn · Lubasch · Lychenheim · Marcus · Margonin/Margenien · Mayer · Mendelsohn · Meyer · Philippson · Pincus · Rebakowski · Redecker · Rosenberg · Rosenthal · Sabatzky · Salomon · Samuel · Sax · Schlesinger · Schlomann · Schönbach · Schönfeldt · Steinhardt · Steinkritzer · Sternberg · Süsskind · Tobias · Valentin · Weil · Westphal · Wolf/Wolff · Wolffenstein · Wulff · Zeidler

Publikationen und Quellen

Aufsätze und Beiträge

  • Albrecht, Wolfgang: Die Juden im mittelalterlichen Parchim. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1988, S. 15-18
  • Ehlers, H.: Schwarze Tage - 70 Jahre Pogromnacht. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2008, S. 15-17
  • Frank, Doreen: Jüdische Begräbnisstätten in Parchim. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2012, S. 20–23
  • Frank, Doreen: Zur Geschichte der Juden in Parchim. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1997, S. 9-12
  • Kaelcke, Wolfgang: Zur Parchimer Synagoge. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2004, S. 39, 40
  • Kaelcke, Wolfgang / Keuthe, Burghard: Der Parchimer Judenkaiser. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1997, S. 13-15
  • Kaelke, Wolfgang: Zur Parchimer Synagoge. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2004
  • Kant, Hermann: Die Parchim Akte. In: Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2010, S. 59-61
  • Kasten, Bernd: Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet - Christen jüdischer Herkunft in Mecklenburg 1933-1945. In: Zeitgeschichte regional, Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Heft 2/2008, S. 79-88
  • Voß, Gerhard: Jüdische Friedhöfe in Mecklenburg – eine Bestandsaufnahme. In: Studienhefte zur Mecklenburgischen Kirchengeschichte, Heft 1 (1993), S. 5-15

Dissertationen und Manuskripte

  • Field, Fred: The Jews of Parchim. In: Manuskript im Leo Baeck Institute New York (Leo Baeck Institute London: undated, 1907-2008 (bulk 1956-2000)), AR 6682, Box 11, Folder 34), 1983
  • Frank, Doreen: Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Parchim 1869-1945. In: Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Universität Rostock 1995
  • Müller, K. F.: Werdegang der Firma Josephi & Ahrens, Parchim, 1.9.1816 - 1.9.1966, 150 Jahre. In: unveröffentlichtes Manuskript im Museum der Stadt Parchim

Monografien

  • Arlt, Klaus / Beyer, Constantin / Ehlers, Ingrid / Etzold, Alfred / Fahning, Kerstin Antje: Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. In: Wichern-Verlag, Berlin 1992
  • Bersch, Falk: Kaufhaus Karseboom: Die Geschichte einer jüdischen Familie. In: callidus Verlag wissenschaftlicher Publikationen, Wismar 2021
  • Buddrus, Michael / Fritzlar, Sigrid: Die Städte Mecklenburgs im Dritten Reich: ein Handbuch zur Stadtentwicklung im Nationalsozialismus, ergänzt durch ein biographisches Lexikon der Bürgermeister, Stadträte und Ratsherren. In: Edition Temmen, Bremen 2011
  • Frank, Doreen: Jüdische Familien in Parchim. Schriftenreihe des Museums der Stadt Parchim, Band 7. In: Museum der Stadt Parchim, Parchim 1997
  • Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945. In: Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2008
  • Lissner-Burns, Ruth: Die Parchim-Akte. In: Jerusalem 1996

Online-Ressourcen

  • Adreßbücher über und für den Gewerbe- und Handelsstand der Großherzogthümer Mecklenburg-Schwerin und Strelitz. In: Verlag A. Schmale & Comp., Schwerin 1862
  • Mercantilisches Addreßbuch der Großherzogthümer Meckl.-Schwerin u. -Strelitz, worin: die Addressen der Magistratspersonen der Städte, der weltlich obrigkeitlichen Beamten der Flecken, der Accise- und Postbeamten, fremden Consuls, Advocaten, Apotheker, Kaufleute, Fabrikanten, Manufacteurs, Buchhändler, Gasthofinhaber und anderer dazu qualificirende Handels- oder industrielle Geschäfte treibende Leute in den Großherzopthümern, wie auch: bei jedem entsprechenden Orte Angabe seiner Wolkszahl, Meilenzeiger, Notizen über Schiffs-, Fuhrgelegenheiten etc.. In: A. D. E. Beig, Teterow 1846

Historische Dokumente

  • Schutzjudenliste Mecklenburg-Schwerin 18253. Januar 1825
  • Schutzjudenliste Mecklenburg-Schwerin 1749-17601749-1760
  • Schutzjudenliste Schwerin 17821811
  • Schutzjudenliste 1824 für Parchim1824
  • Anschlussvertrag der Gemeinde Luebz zur Gemeinde Parchim 19166. Juli 1916
  • Auflösungsverträge der Gemeinde Luebz 19166. Juli 1916

Bevölkerungsstatistiken

Bevölkerungsstatistiken anzeigen

Von Gramenz, Jürgen / Ulmer, Sylvia

Anmerkungen und Quellen

  1. Landeshauptarchiv Schwerin: Rep. 2.12-4/5, Nr. 632, 665
  2. http://www.svz.de/lokales/staetten-juedischen-lebens-in-parchim-id4733116.html
  3. Tychsen, Oluf Gerhard: Bützowische Nebenstunden, verschiedenen zur Morgenländischen Gelehrsamkeit gehörigen mehrentheils ungedruckten Sachen gewidmet, Theil 1-6, Müller, Bützow und Rostock 1766-1769
  4. Donath, Leopold: Geschichte der Juden in Mecklenburg von den ältesten Zeiten (1266) bis auf die Gegenwart (1874), Verlag Oskar Leiner, Leipzig 1874
  5. Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945, Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2008
  6. Francke, Norbert / Krieger, Bärbel: Die Familiennamen der Juden in Mecklenburg: Mehr als 2000 jüdische Familien aus 53 Orten der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz im 18. und 19. Jahrhundert. Schriften des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e. V., Verein für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e.V., Schwerin 2001
  7. Frank, Doreen: Zur Geschichte der Juden in Parchim, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1997, S. 9-12
  8. Kaelcke, Wolfgang / Keuthe, Burghard: Der Parchimer Judenkaiser, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1997, S. 13-15
  9. Albrecht, Wolfgang: Die Juden im mittelalterlichen Parchim, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 1988, S. 15-18
  10. Frank, Doreen: Jüdische Begräbnisstätten in Parchim, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2012, S. 20–23
  11. Kaelke, Wolfgang: Zur Parchimer Synagoge, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2004
  12. Ehlers, H.: Schwarze Tage - 70 Jahre Pogromnacht, Schriftenreihe des Heimatbundes e. V., Pütt, Parchim in Mecklenburg 2008, S. 15-17